Fiŝoj en antikva Egiptujo: Malsamoj inter versioj

(Nova paĝo: eta|Kato manĝas fiŝon, [[Tombo de Nacht (TT52)|]] '''Fiŝoj''' kaj aliaj akvobestoj estis en antikva Egiptujo unu el la plej gravaj nutraĵoj. ...)
 
[[dosiero:Maler der Grabkammer des Menna 006.jpg|eta|maldekstra|Bildigo de fiŝoj en la tombo de Menna, murbildo ĉirkaŭ [[1422 a.K.|1422]]-[[1411 a.K.]]]]
 
En la moderno oni priskribis pli ol 65 nilfiŝoj. Ĉirkaŭ 30 inter ili estis konataj jam en antikva Egiptujo laŭ arkeologiaj fontoj, ĉefer per bildoj en tomboj. Por ĉirkaŭ duono de tiuj identigitaj fiŝoj konatas la ĉiutagajn nomojn. Diversaj specioj havas plurajn nomojn. Entute konatas nuntempe ĉirkaŭ 50 diversaj antikvegiptaj fiŝnomoj.<ref>Dietrich Sahrhage: ''Fischfang und Fischkult im alten Ägypten'', von Zabern, Mainz 1998, p. 57</ref>
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Kelkaj bildoj el tiu epoko de la antikva imperio estas tiel elstaraj, ke la fiŝspecioj estas science sendube identigeblaj. Tio nur malofte eblas por pli postaj fazoj de la egipta historio. Unuopaj specioj estas tiam malfacile distingeblaj. Ofte tamen eblas identigi la genron aŭ almenaŭ la familion de la prezentitaj bestoj.<ref>Dietrich Sahrhage: ''Fischfang und Fischkult im alten Ägypten'', von Zabern, Mainz 1998, p. 80</ref>
In der Neuzeit wurden mehr als 65 Nilfische beschrieben. Etwa 30 von ihnen wurden dank archäologischer Quellen für das [[Altes Ägypten|Alte Ägypten]] nachgewiesen, da sie als Abbildungen in Gräbern überliefert wurden. Für etwa die Hälfte dieser identifizierten Fische sind auch ihre altägyptischen Benennungen bekannt. Diverse Fischarten hatten mehrere Bezeichnungen; insgesamt kennt man heute etwa 50 verschiedene altägyptische Fischnamen.<ref>Dietrich Sahrhage: ''Fischfang und Fischkult im alten Ägypten'', von Zabern, Mainz 1998, S. 57</ref> Manche Abbildungen aus dieser Zeit des [[Altes Reich (Ägypten)|Alten Reiches]] sind so herausragend, dass die Fischarten wissenschaftlich eindeutig bestimmbar sind. Für spätere Phasen der ägyptischen Geschichte ist das nur selten möglich. Einzelne [[Art (Biologie)|Arten]] sind dann schwerer zu unterscheiden, häufig ist jedoch die [[Gattung (Biologie)|Gattung]] oder zumindest die [[Familie (Biologie)|Familie]] der abgebildeten Tiere feststellbar<ref>Dietrich Sahrhage: ''Fischfang und Fischkult im alten Ägypten'', von Zabern, Mainz 1998, S. 80</ref>. Die Ägypter verfügten augenscheinlich bereits über Kenntnisse der Lebensgewohnheiten mancher Fischarten, so wurden etwa auf mehreren [[Wandmalerei|Wandbildern]] die auf dem Rücken schwimmenden [[Fiederbartwelse]] auf dem Rücken schwimmend<ref>Dietrich Sahrhage: ''Fischfang und Fischkult im alten Ägypten'', von Zabern, Mainz 1998, S. 58</ref> und [[Meeräsche]]n in Schwärmen dargestellt<ref group="A">, so auf den Jahreszeitenreliefs der sogenannten „Weltenkammer“ im Sonnenheiligtum des [[Niuserre]], das heute in [[Ägyptisches Museum Berlin|Berlin]] zu sehen ist, oder in der [[Unas-Pyramide]] in [[Sakkara]]</ref>. Aus schriftlicher Überlieferung sind nicht nur Namen der einzelnen Fische, sondern auch die Bezeichnungen von Körperteilen und Organen bekannt<ref>Ingrid Gamer-Wallert: Fische und Fischkulte im Alten Ägypten, Harrassowitz, Wiesbaden 1970, S. 47-50</ref>.
La egiptoj verŝajne jam sciis pri la vivkutimoj de kelkaj fiŝspecioj, tiel ili prezentis ekzemple sur diversaj murbildoj surdorse naĝantajn ''Mochokidae''<ref>Dietrich Sahrhage: ''Fischfang und Fischkult im alten Ägypten'', von Zabern, Mainz 1998, p. 58</ref> kaj [[mugiledoj]]n naĝantajn en aroj<ref group="A">, kiel sur la sezona rieliefo de la tiel nomata ''mondoĉambro'' de la sunsanktejo de [[Niuserre]], kiu nuntempe videblas en la egipta muzeo de [[Berlino]], aŭ en la [[piramido]] [[Unas (piramido)|]] en [[Sakkara]]</ref>. El skribaĵoj kanatas ne nur nomojn de fiŝoj, sed ankaŭ nomoj de diversaj korpopartoj kaj organoj.<ref>Ingrid Gamer-Wallert: Fische und Fischkulte im Alten Ägypten, Harrassowitz, Wiesbaden 1970, p. 47-50</ref>
 
Gravaj fiŝoj estis:
Wichtige Fische waren:
[[DateiDosiero:Maler der Grabkammer des Menna 003.jpg|miniatureta|hochkantdekstra|DarstellungBildo vonde zwei mit dem Speer gejagtendu [[Tilapia|Tilapia-Fischentilapio]]j kaptitaj per lanco, Grabkammertombo desde Menna, Wandbildmurpentraĵo, umĉirkaŭ [[1422 a.K.|1422]]-[[1411 va. ChrK.]]]]
 
* [[Mugiledo]]j.
* [[Meeräsche]]n. Sie wurden am häufigsten auf Wandbildern dargestellt. Auch heute zählen sie noch zu den wichtigsten Fangfischen im Nil. Sie wurden vor allem wegen ihres festen und wohlschmeckenden Fleisches geschätzt und mit [[Zugnetz]]en befischt. Der [[Rogen]] wurde durch Salzen, Pressen und Trocknen zu einem [[kaviar]]ähnlichen, recht wertvollen Produkt verarbeitet.<ref>Dietrich Sahrhage: ''Fischfang und Fischkult im alten Ägypten'', von Zabern, Mainz 1998, S. 62-66</ref>
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* [[Meeräsche]]n. Sie wurden am häufigsten auf Wandbildern dargestellt. Auch heute zählen sie noch zu den wichtigsten Fangfischen im Nil. Sie wurden vor allem wegen ihres festen und wohlschmeckenden Fleisches geschätzt und mit [[Zugnetz]]en befischt. Der [[Rogen]] wurde durch Salzen, Pressen und Trocknen zu einem [[kaviar]]ähnlichen, recht wertvollen Produkt verarbeitet.<ref>Dietrich Sahrhage: ''Fischfang und Fischkult im alten Ägypten'', von Zabern, Mainz 1998, S. 62-66</ref>
* [[Barschartige|Barschfische]] wurden am zweithäufigsten dargestellt. Dabei sind vor allem [[Buntbarsch]]e und der eine Länge von bis zu 60 Zentimetern erreichende [[Nilbuntbarsch]] abgebildet. Letzterer wurde hauptsächlich im Delta und im Fayum bejagt, was Funde einer großen Menge von Gräten belegen. Dass Nilbuntbarsche [[Maulbrüter]] sind, war den Ägyptern offenbar bekannt, galt ihnen der Nilbuntbarsch doch als [[Symbol]] für Fruchtbarkeit und Wiedergeburt. Auch die Brutpflege von [[Zilles Buntbarsch]] wurde von den Ägyptern wahrgenommen und von ihnen bildlich festgehalten. Demnach formt der Fisch aus dem Laich eine Kugel, die er in einer Grube ablegt oder an einem Stein befestigt. Heute sind Barsche die wichtigsten Speisefische aus dem Nil und machen mehr als 70 % des Fanges aus. Die altägyptischen Zahlen sind naturgemäß nicht bekannt, doch ist davon auszugehen, dass die Fangzahlen sehr hoch und Barsche auch im Alten Ägypten wichtige Speisefische waren. Eine besondere Rolle spielte der [[Nilbarsch]] ([[Altägyptische Sprache|altägyptisch]] ''Aha''), der vor allem am schnell fließenden und sauerstoffreichen oberen Nil gefangen wurde. Die Raubfische konnten bis zu zwei Meter lang und 175 Kilogramm schwer werden. In manchen Gegenden Ägyptens wurden sie [[kult]]isch verehrt und waren Opferfische für die Götter. In der Spätzeit wurden sie häufig [[Mumifizierung|mumifiziert]] und beispielsweise in [[Esna]] in Särgen in großen Fisch[[nekropole]]n bestattet.<ref>Dietrich Sahrhage: ''Fischfang und Fischkult im alten Ägypten'', von Zabern, Mainz 1998, S. 66-69</ref>
* [[Welsartige|Welse]] kamen in vielen verschiedenen Arten vor und waren von hoher wirtschaftlicher Bedeutung. Das wässrige, weniger gut schmeckende Fleisch war jedoch weniger beliebt, weshalb anzunehmen ist, dass Welse eher von ärmeren Bevölkerungsschichten gegessen wurden. Besonders weit verbreitet waren die Fliederbartwelse. Sie haben starke Rücken- und Brustflossenstachel, an denen Giftdrüsen sitzen. Diese konnten zu schwer heilenden Verletzungen führen, weshalb die Stachel von den Fischern sofort nach dem Fangen abgebrochen wurden. Selten vorkommend, aber ebenfalls bejagt wurde der [[Zitterwels]]. Ihm kam in der altägyptischen Medizin eine bedeutende Rolle zu.<ref>Dietrich Sahrhage: ''Fischfang und Fischkult im alten Ägypten'', von Zabern, Mainz 1998, S. 69f.</ref>
Die häufig dargestellten Fischszenen in Grabkammern hatten auch jenseits der schon vorgestellten kultischen Bedeutung durchweg religiöse Hintergründe. Wurden die Grabherren bei der Jagd und beim Fischen gezeigt, symbolisierte das den Sieg über das Chaos. Die gezeigten Fische waren nicht einfach Dekoration, sondern sollten der Versorgung der Verstorbenen im Jenseits dienen. Eine Wandmalerei im Grab des Chabrechnet in [[Deir el-Medina]]<ref group="A">Grabnummer TT 2</ref> zeigt sogar die Verwandlung des Verstorbenen in einen [[Abdu-Fisch|Fisch]]. Der dargestellte Fisch ersetzt die sonst übliche Darstellung einer Mumie. Mehrfach sind Darstellungen gefunden worden, in denen der die Bewegungsfähigkeit der Seele darstellende [[Ba (Ägyptische Mythologie)|Ba-Vogel]] durch einen Fisch ersetzt wurde. Eine Angst der Ägypter bestand darin, nach dem Tod in die Fangnetze zu geraten und somit im Jenseits nicht zu überleben. Auch vor weiteren Gefahren wie dem „Fischfäller“ mussten die Verstorbenen geschützt werden. Das versuchte man mit Hilfe von Beschwörungen zu bewerkstelligen. Doch auch im Diesseits versuchte man, magisch Einfluss zu nehmen. So sollten Priester mit ihrer Magie die Fischer vor Krokodilen schützen. Zudem gab es mancherorts Feste, wie das Fest von Behedet in [[Edfu]], wo Fische von Priestern rituell mit den Füßen zertreten wurden. In Esna verbrannte man regelmäßig Fische am ersten Tag des Monats [[Ägyptischer Kalender|Payni]]. Priester durften vielerorts vor Zeremonien keine Fische essen. Im Neuen Reich gab es sogar kalendarische Listen mit solchen Speiseverboten. Somit ist anzunehmen, dass Fische Priester für bestimmte Handlungen unrein machten. Der aus Nubien stammende Pharao [[Pije]] hatte anscheinend sogar eine persönliche [[Aversion]] gegen Fische, da er sie von seinem Königshof verbannte und mit ägyptischen Fürsten nicht verkehren wollte, die [[Zirkumzision|unbeschnitten]] und Fischesser waren.<ref group="A">so beschrieben auf der Siegesstele des Pije</ref>,<ref>Dietrich Sahrhage: ''Fischfang und Fischkult im alten Ägypten'', von Zabern, Mainz 1998, S. 148-153</ref>
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== Bibliografio ==
 
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